Eine visionäre Idee wird zwei

Das Virtual-Reality Café in der Lindengasse 53 im hippen siebten Wiener Gemeindebezirk öffnete am 7. November 2015 seine Türen und feierte somit gerade sein zweijähriges Bestehen. Wie der Name schon verrät handelt es sich um kein gewöhnliches Wiener Kaffeehaus. Doch was ist das Besondere an diesem Lokal?

Als Timon Liebau gemeinsam mit seinem Gründungspartner vor zwei Jahren das „VREI“ gründete, wussten sie noch nicht, was sie damit auslösen würden. Das Virtual Reality Café war tatsächlich das erste seiner Art in der gesamten westlichen Welt. Weder in Europa, noch in ganz Amerika gab es zuvor ein solches Lokal. Dass Liebau damit ein wahrer Visionär war, beweisen die mittlerweile hunderten Virtual-Reality-Bars auf der ganzen Welt – die Idee scheint zu gefallen.

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Ein Angebot für Jeden

Das Konzept von VREI ist grundsätzlich ganz simpel. Mittels der Virtual-Reality-Brillen können andere Welten gesehen werden und sogar Spiele gespielt werden. Von einem Spaziergang durch New York bis zu einem Zombie-Shooter ist alles dabei. Da Virtual-Reality-Brillen bislang noch sehr teuer und kaum im Besitz von Privatpersonen sind, kann man als Besucher im VREI seine ersten Schritte in der virtuellen Welt gehen und die verschiedenen Angebote ausprobieren. Darüber hinaus verleiten die Drinks und Snacks zu einem gemütlichen Abend und überbrücken auch die Wartezeiten, die bei beliebten Spielen auftreten können. Mit diesem Konzept lockt das besondere Café vor allem Erstbesucher an. „Zu Beginn schrieben wir um die 15 Prozent Stammkunden, mittlerweile zählen wir aber schon 40 Prozent regelmäßig kommende Gäste“, erzählt Liebau.

Langsames Durchstarten

Die Sonderstellung, als allererster den Schritt zur Gründung eines Virtual-Reality-Lokals gewagt zu haben, freut Liebau bis heute: „Es ist schon verrückt. Ich bin sehr froh, dass es geklappt hat und sich langsam weiterentwickelt.“ Der junge Unternehmer sieht in der langsamen Verbreitung des Virtual-Reality-Trends kein Problem. Manche Trends, vor allem elektronische Geräte, bräuchten einfach ihre Zeit bis sie einerseits vom Publikum anerkannt werden und andererseits die Technologie ein perfektes Produkt anbieten kann. Liebau sieht hierbei Ähnlichkeiten mit früheren Erfindungen: „Als das erste sperrige Handy auf den Markt gekommen ist, hätte auch niemand gedacht, welchen Durchbruch dieses Gerät erleben wird. Heute hat jeder ein Smartphone.“

Auch wenn langsam, das VREI läuft und das sogar gut. Aufgrund der positiven Resonanz der Gäste, wurde das Angebot dieses Jahr auf mehr Konsolen und Games erweitert. So kann man unter anderem virtuell Bogen schießen, auf einem realitätsgetreuen Rennwagen-Modell Rennfahren oder einfach nur durch atemberaubende Landschaften spazieren. „Das beliebteste Spiel ist aber noch immer Arizona-Sunshine. Das ist ein klassischer Zombie-Shooter, der oft in Gruppen gespielt wird. Das Spiel kommt vor allem bei den Walking-Dead-Fans gut an“, verrät der Gründer.

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Die neue alte Erfindung

Auch wenn heute alles nach Plan läuft – hinter der Gründung von VREI stecken viele Jahre grübeln und warten und vor allem viel Mut. Denn obwohl Virtual-Reality für die Allgemeinheit eine neue Erfindung darstellt, ist sie das nicht. Bereits 1992 konnte man eine Virtual-Reality Fahrt im Disneyland Paris genießen. Das war auch die erste Berührung, die Liebau mit der virtuellen Welt machte. Von da an interessierte sich der Gründer für diese und verfolgte deren Entwicklung. Es folgten Jahrzehnte an immer wieder auflebender und zurückgehender Forschung. Interessenten glaubten an den großen Durchbruch, wollten die virtual-reality Technik schnell entwickeln und an den Kunden bringen und verloren viel Geld. Wenn es nach Timon Liebau geht, wird der Durchbruch jetzt nicht mehr lange auf sich warten lassen. „Ich denke, dass in circa fünf Jahren eine leistbare Virtual-Reality Brille für den Privatgebrauch auf den Markt kommen wird“, sagt der Visionär.

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